Wer schafft hier Werte?

Der Wert einer Immobilie bzw. dessen Attraktivität auf dem Markt hängt ganz entscheidend von dessen Lage und Umweltbedingungen ab. Schon heute finden Neuwohnungen in Eschenbach in der Nähe der Hauptachsen nur zögerlich  Mieter. Diese Dynamik wird mit dem jüngsten DorfABwertungsprojekt weiter vorangetrieben: Mit einer bald zu erwartenden Deponiebewilligung in Ermenswil werden mind. 24202 LKW’s pro Jahr diese “Werte” noch weiter nach unten korrigieren. Dies trifft vorallem Private – aber auch Immobilien von Pensionskassen. Ein genauer Blick lohnt sich. 

Wieviel “Werte schaffen” seit 3 Jahren leere Wohnungen? 

Die Überbauung Rössliwies ist das Filetstück der Region im Portfolio der ALSA PK. Diese PK mit Sitz in Neuhaus (Der Briefkasten ist bei der Assurinvest) gehören zahlreiche KMU’s der Region an. Vor zwei Jahren hat die Gemeindeverwaltung Eschenbach ebenfalls zu ihr gewechselt und sitzt nun sinnigerweise mit zahlreichen Baufirmen im selben PK- Boot. Wie auch immer die hervorragende Performance dieser PK sein mag: Die Überbauung Rössliwies weisst anhand der unbeschilderten Briefkästen auch drei Jahre später noch immer zahlreiche Leerwohnungen auf. Ich kann mir schlichtweg nicht vorstellen, dass dieser Trend mit zusätzlich scheppernden  KiesLKW’s exakt vor dieser Überbauung umgekehrt werden soll. Dies ist nur ein Beispiel von vielen- wie Wert und Verkehr eben doch ganz wesentlich den “Verkehrswert” beeinflussen.

 

 

 

24202 LKW’s pro Jahr ohne Auflagen und Verkehrskonzept = ABWERTUNG

Lebensqualität hat keine monetäre Grösse und dennoch entscheidet sie massgeblich darüber, wer wo wohnt und wer wieviel für eine Wohnung oder ein Haus bezahlen will. Entsprechend täte man seitens Gemeinderat gut daran, bei der bald anstehenden Beratung über die Deponiebewilligung in Ermenswil nochmals gut über die Bücher zu gehen.

Bisweilen ist jede Grube mind. 2x schneller voll geworden, als ursprünglich geplant. D.h. logischerweise auch, dass mind. doppelt so viele LKW’s zur Deponie donnerten als in den Umweltverträglichkeitsgutachten kleingerechnet wurden. D.h. eine Deponie hat durchaus das Potential die Steuerkraft (Mietermix, als auch die sozioökonomische Lage der Hausbesitzer*innen) über 10- 20 Jahre zu beeinflussen. Insbesondere dann, wenn dieser Verkehr weder kontingentiert noch vertraglich an irgendwelche Durchfahrts-Zeitfenster gebunden ist. Spätestens wenn an selber Stelle auch noch ein Betonwerk steht, kann der Verkehr auch mal spät Abends noch rollen, denn bekanntlich werden Autobahnen und dergleichen über Nacht gebaut.

Was die Deponie für Ermenswil selbst bedeutet ist schon heute klar: Jedes Haus wird abgewertet. Alleine schon wegen den vermuteten Emissionen oder allfälligen später auftauchenden Problemen.

Bisweilen sind keinerlei Bedenken seitens GR oder GP gegenüber der riesen Deponie, deren Lage weit ab der A53 Ausfahrten und dessen Schwerverkehremmissionen geäussert worden.

Trickle-down Effekt einer Deponie / Kiesgrube 

Ich bin überzeugt, dass alleine schon die reine Lehre der Ökonomie diesem Deponieprojekt  den Trickle-down Effekt in Frage stellt. Gewiss: Jede Region hat sinnvollerweise eigene Deponien und eigene Kiesgruben. Damit können Baumeister Aufträge effizient erledigen, Löhne ausstellen und Arbeiter*innen wiederum Mieten, Steuern, Versicherungen und Konsumgüter bezahlen. Wenn man aber das wahre Ausmass solcher Deponie auf einer Metaebene analysiert, sieht die Bilanz für die Allgemeinheit mehr als bescheiden aus. Ein paar Beispiele:

  • Torpedierung A53 kostet doppelt: Die Autostrasse kostete den Steuerzahler rund 250 Mio. Seither hat der Verkehr über den Ricken massiv zugenommen. d.h. St. Gallenkappel hat schon eine Abwertung durch die A53 erfahren. Ab Neuhaus über  Eschenbach bis Wagen nahm der Verkehr jedoch massiv ab. Mit einer Deponie weit ab der Ausfahrten wertet man von Wagen bis Neuhaus und Rüti bis Ermi jede Liegenschaft ab.
  • Rickenstrasse Neuhaus- Eschenbach ist Gemeindestrasse:  Seit der Eröffnung der A53 trägt Eschenbach alleine die Kosten der Strasse. D.h. jeder der rechnen kann, würde darauf acht geben, dass diese Strasse so wenig Schwerverkehr wie möglich aufnehmen muss.
  • Flankierende Massnahmen: Gerade flankierende Massnahmen sind baulich oft so beschaffen, dass diese vom Schwerverkehr am meisten abgenutzt werden. Obwohl die A53 seit Okt 2003 läuft, sind dies flankierenden Massnahmen in Eschenbach noch nicht umgesetzt. Einer gewichtiger Querulant am Sternenplatz war übrigens nebst mir  (Ich fordere mehr Verkehrssicherheit) vorallem der Gewerbeverein (welcher die Lösung “Vortritt Rüti-Rappi” bachab schickte) und eine Sammeleinsprache von Lastwagenunternehmern aus Eschenbach (WÖ, Kuster, Örtig) welche volle Fahrt für LKW’s am Sternenplatz verlangen. Die Folgen: Wir zahlen schon heute drauf, weil der LKW-Verkehr brummt.
  • Aufwand Reinigung und Strassenrandpflege: In der Schweiz ist das Niveau bez. des Strassenbilds ausserordentlich hoch. Wahrscheinlich wird in keinem Land der Welt wird flächendeckend so viel gewischt und gepflugt und Strassenunterhalt betrieben. Gewiss geben alle Unternehmen ihr bestes um wenig Staub auf die Strassen zu bringen, aber die Realität sehen wir tagtäglich: Nichts belastet die Strassen so sehr wie der LKW Verkehr. Spurrinnen erfordern höheren Salzeinsatz, höherer Reinigungsaufwand, höhere Mannstunden.
  • Standortwettbewerb: Emissionsreiche Dorfkerne ohne Lebensqualität wandeln sich zu einem asozialen Begegnungsraum. Lauter, staubiger und dreckiger wird das Zentrum statt schöner. Ein ansprechendes Zentrum hat durchaus einen Wert. Ein Dorfkern ist zugleich auch die Ettikette für jede*n Interessent*in, der sich vielleicht für eine Wohnungsbesichtigung nach Eschi, Ermi oder Neuhaus  begibt. Spätestens nach einem Kaffee im Zentrum wird sich in seinem/ihrem Kopf entweder der Kaufpreis nach unten korrigieren oder er/sie wird sein Wohntraum gleich direkt anderswo realisieren…Standortpolitik geht anders!
  • Sicherheit Schulwege: Schon heute fehlen sichere Schulwege. Diese können mit zusätzlichem Druck des Schwerverkehrs noch weniger  bzw. nur teurer umgesetzt werden. Welche Familie wohnt schon gern in einem Lastwagendorf?

Die Frage muss erlaubt sein: Wenn eine Firma damit werbt WERTE ZU SCHAFFEN, dann darf man auch ganz konkret danach fragen, wie sie jene WERTE AUSZUGLEICHEN GEDENKT, welche sie vernichtet.

Ich halte dies für ein legitimes Anliegen. , Alleine der Gemeinderat Eschenbach hat die Macht, diese Deponie wirkungsvoll zu bekämpfen oder wenigstens Ausgleiche zu verhandeln bzw. der Verkehrsfluss zu kontigentieren oder über Roadpricing pro LKW via gesteigertem Gemeingebrauch zu steuern. Ebenso wären Zeitfenster wichtig. 6-8:00, 11:30-13:45 und 15-15:40 braucht es nebst Schüler*innen keine LKW’s auf der Strasse. Ab 17:15 soll Ruhe herrschen. An Samstagen ebenfalls.

 

 

 

 

 

 

 

Gratulation, Gemeindepräsident Aerne

Mit grosser Freude nehme ich von den Resultaten der GP Wahl in Eschenbach Kenntnis. Aus der Verteilung der Stimmen entnehme ich in einer ersten Durchsicht das sich die Bürger*innen von Eschenbach trotz der speziellen Ausgangslage doch noch auf einen Wahlkampf einliessen. Eine Wahlbeteilligung von 48% zeigt das Interesse der Bürger*innen an Mitsprache!
Cornel Aerne gratuliere ich zur Wahl und wünsche ihm Weitsicht, Mut und Durchhaltevermögen, um einige dringend nötige Justierungen in der Gemeindeorganisation vorzunehmen.
Es freut mich für ihn, dass er nun auf Grund einer echten Wahl (im Sinne einer Auswahl) im ersten Wahlgang das absolute Mehr erreicht hat. Nun gilt es die politische Landschaft und den künftigen Dialog mit den Bürger*innen zu gestalten und sich in die komplexen Dossiers und das anspruchsvolle Amt einzuarbeiten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Cornel diese Aufgabe mit grossem persönlichem Einsatz anpacken wird. 
Eine neue Person ist immer auch ein Wendepunkt oder Neuanfang bisheriger Netzwerke und Projekte. Dies ist sehr erfreulich, sind doch gewisse Abläufe in den letzten Jahren mehrfach heiss diskutiert, jedoch stets auf später verschoben werden. Ab heute ist dieses ewige “später” zum JETZT geworden.
Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit der neu aufgestellten Gemeindeführung und stelle damit in Aussicht, mich weiterhin und zu gegebener Zeit konstruktiv einzubringen und meinen politischen Forderungs- bzw. Mitwirkungskatalog öffentlich zu machen. 

Einsprache – die fünfte Landessprache

Kurzum: Leider stimmt der Titel. Wenn man einander nie versteht bzw. einem nicht zugehört wird *, keine Einspracheverhandlungen seit 2015 stattfanden,  dann bleibt einem nur die fünfte Landessprache. Weshalb ich es nicht sinnvoll finden kann, dass am Sternenplatz 2Mio verbaut werden sollen, ohne dass Fussgängerschutz ganzheitlich betrachtet verbessert wird und zugleich der Hochwasserschutz nicht noch verschlimmert wird, erfährt man im unten eingefügten Video. Der Rest veröffentlichte ich schon lange „Einsprache – die fünfte Landessprache“ weiterlesen

Antrag an der Gemeindeversammlung 4.April

 Bild von Seite 1 Linthzeitung vom 11.1.2019

Im Text lässt er sich folgendermassen zitieren:

“Auch Blöchlinger sieht aus eigener Erfahrung Vorteile darin, wenn ein mit dem Betrieb vertrauter Gemeinderat ins Präsidium nachrückt. Bereits eine Wahlempfehlung für den CVP-Kollegen will er aber nicht abgeben. Geeignete Kandidaten zu finden, sei nun primär Aufgabe der Parteien. „Antrag an der Gemeindeversammlung 4.April“ weiterlesen

Weshalb ich mich aufstellen musste

Hier der II Teil der Geschichte, weshalb ich mich für das Amt aufstellte musste. Für jene, welche in dieser Ansicht die folgende Prezi nicht gut lesen können, öffnen bitte den darunter liegenden Link.  Es empfiehlt sich zudem, diesen Beitrag am PC oder Tablett anzuschauen oder wenigstens das Handy um 90° zu drehen (Am Handy ist’s einfach nur ne PPT)  

Falls die Prezi nicht klappt: Hier der Link führt zu meiner Präsentation

Weshalb es einen zweiten Wahlgang braucht!

Hier der erste Teil der Geschichte:

Wahlkampf für eine Wahl

Wahlkampf für eine Wahl

Es geht hier nicht um mich als König. Doch offensichtlich führt nur der mühsame Umweg zu einer echten Wahl. Vorneweg die wichtigsten drei Fakten:

 

 

 

  • Ich kandidiere für das Amt des Gemeindepräsidenten.

 

  • Meine Kandidatur ist reine Zivilcourage. Sie ist nicht von aussen orchestriert. Weder die Findungskommission, eine Partei oder sonst ein Akteur hat diese angestossen oder davon gewusst.

„Wahlkampf für eine Wahl“ weiterlesen

Bald besser Wein als Wasser trinken?

Eigentlich suchte ich an Waldrändern eine passende Ulme für einen neuen Tisch. Gefunden habe ich ganz viel Mist und einen Haufen voll Unrecht. Mutmassliche Übertretungen die sauberes Wasser und Verhalten das unsere Gemeindedemokratie schädigt. d.h. Menschen die längst etwas wissen und gegen Behördenmitglieder ausnutzen wollen. Darum: Wer trinkt Wein oder predigt Wein – oder wäre Wein bald sauberer als Wasser?  „Bald besser Wein als Wasser trinken?“ weiterlesen

Dorfkern”gestaltung” – oder: Problemverwaltung

Bildergebnis für ein loch ist im eimer Bild

Zugegeben: Manchmal bin ich es wirklich leid, immer dasselbe erklären zu müssen. Zum einen weil es ja eigentlich langweilig ist, immer das Gleiche zu sagen und zum anderen, weil es beinahe unglaublich ist, wie man Verkehrsprojekte verwaltet statt gestaltet. Ein kurzer Überblick zu den wichtigsten 6 Gründen „Dorfkern”gestaltung” – oder: Problemverwaltung“ weiterlesen

Fussgängersicherheit gehört ins Zentrum einer Zentrumsgestaltung

Seit nunmehr 2003 wird am Sternenplatz teuer Verkehr(t)geplant. 2012-15  sogar sehr emsig. Danach wurde es still.  Zugegeben: Kein einfaches Unterfangen einen Strassenraum zu planen, der fast ausschliesslich an Privaten gehört. Das jedoch derzeit wieder zu lesen ist, dass es an Einsprechern liege, dass es nicht vorwärts geht, ist einfach nur falsch: Die einflussreichsten Einsprecher (Auf Grund der juristischen Ausgangslage und den  „Fussgängersicherheit gehört ins Zentrum einer Zentrumsgestaltung“ weiterlesen

Vermummungsverbot bzw. Burkaverbot-light bzw. Wahlkampf der CVP

In 10 Tagen stimmen die St. Galler über ein Gesetz ab, das vor allem einem dient.: Ein Wähler*innenfangversuch der darbenden CVP. Anders ist das Wort “religiös” in einem Strafgesetzestext  kaum zu erklären. Wie in der NZZ vom 27.11.2017 pointiert auf den Punkt gebracht wurde, muss leider davon ausgegangen werden, dass die Abstimmungsvorlage tatsächlich ein Hilfeversuch der CVP ist, um Boden zu gewinnen:

“Die einst im katholischen Milieu verwurzelte Wählerschaft bricht weg, und der Wechsel zur von Pfister gewünschten Partei der Ideen hat noch nicht gegriffen.

Da nützt auch nichts, dass der Leistungsausweis von CVP-Politikern, die in Exekutiven wirken, meistens nicht schlecht ist. Insbesondere in St. Gallen wirkt das Verhalten der Partei diffus. „Vermummungsverbot bzw. Burkaverbot-light bzw. Wahlkampf der CVP“ weiterlesen

Partnerschaft zwischen Gemeinde und BG Custor: Öffentlichkeit hat keine Fragen zu stellen

Es begann alles unscheinbar leise. Und so sollte es auch bleiben:  Dass die Gemeinde Eschenbach ausgerechnet mit der BG Custor die Alterswohnungen auf dem öffentlichen Grund erstellen will, wirft viele Fragen auf. 

Wer keine Zeit für Details hat, kann an dieser Stelle ganz runter scrollen– dort findet man die wichtigsten Fakten, welche in Sachen Alterswohnungen Berg einfach festgehalten werden müssen.

Beantwortet werden diese notabene bisher nicht – Öffentlichkeitsgesetz hin oder her. Dabei wäre TRANSPARENZ DAS EINZIGE, WAS VERTRAUEN SCHAFFEN WÜRDE! Das Protokoll der Ungereimtheiten wurde diese Woche nochmals um ein paar Seiten länger. Aber nun wie gewohnt der Reihe nach…  „Partnerschaft zwischen Gemeinde und BG Custor: Öffentlichkeit hat keine Fragen zu stellen“ weiterlesen

Alterswohnung: Warum will man Einnahmen privatisieren?

In der allgemeinen Umfrage der heutigen Bürgerversammlung brachte  ich folgende Anregungen ein. Nicht als Antrag – sondern als Frage (*) Es ging dabei um geplante Alterswohnungen beim Altersheim Berg in St Gallenkappel. Auf gemeindeeigenem Boden, welcher die Stimmbürger von St. Gallenkappel im Mai 2011 gegen eine Umzonung verteidigten. Geplant ist der Bau in einer genossenschaftlichen Organisation. Das hört sich auf den ersten Blick sehr stimmig an- beim genaueren Hinsehen fehlt dafür aber die finanzielle Überzeugungskraft. 

Es gibt zwangsläufig zwei grosse Fragen:  „Alterswohnung: Warum will man Einnahmen privatisieren?“ weiterlesen

Ziel erreicht! – Das Protokoll einer Geschichte mit Zufällen, Ungereimtheiten und HappyEnd

Es ist einiges geschrieben und aber auch erreicht worden in den letzten Wochen. Was für Aussenstehende vielleicht ungepasst oder spitzfinding betrachtet wird und von den Hauptbetroffenen wahrscheinlich nochmals ganz anders ausgelegt wird oder wurde kann man nicht beeinflussen. Für Bürger*innen welche gerne mal hinter die Kulissen von ländlicher Kommunalpolitik schauen wollen, eignet sich der Fall vortrefflich. Das Protokoll einer Geschichte mit Happy End; das heisst in einer Demokratie nicht das Einer “gewinnt” oder “Recht hat”, sondern das man sich in der Mitte beim kleinsten gemeinsamen Nenner findet. Das ist ganz zentral und wird leider allzuoft vergessen. Hier das Proti zum Parkplatz Churzhaslen aus der absolut subjektiven Sicht des Schreibers. „Ziel erreicht! – Das Protokoll einer Geschichte mit Zufällen, Ungereimtheiten und HappyEnd“ weiterlesen