Wir sind REICH! Feuerwehrdepot, Kirchackersanierung, Provisoriumersatz, Dorfschulhausrenovation, Gemeindehaus, Altersheimrenovation etc, etc. etc.

Einfach nur spannend. Wer das aktuelle Budget ganz genau liest, stellt schnell einmal fest, dass da einiges geplant ist, aber anderes nach wie vor fehlt. Wie ich im September 2019 schon einmal HIER schrieb, gäbe es zwar bis 2024 40% der rund CHF 4,8 Mio für ein Feuerwehrdepot vom Kanton, jedoch plant man das Depot erst 2025. Die Sanierung des Schulhaus Kirchacker ist unbestritten längst nötig, doch hätte man die Zeit des Investitionsstatus bzw. das langjährige “Sanierungsmoratorium” wegen dem “Trotzgeschäft” Dreifachturnhalle durchaus besser nutzen können. Welche Kosten die Luxushalle langfristig für die Gemeindefinanzen auslöst, wird langsam immer offensichtlicher: Alles was man jahrelang totschwieg, wird verdammt teuer!

Die Erklärung dazu ist schnell gefunden: Die Verantwortlichen wussten ganz genau, dass der Goodwill für Schulhaussanierungen, Feuerwehrdepot inkl. allfälliger Ausbaggerung der Altlasten, Bushof, Gemeindehaus etc. auch nach dem Millionenprojekt sehr gross ist. Die Bürgerschaft wird kaum Service public Einrichtungen weiter verlottern lassen, Brandschutz vernachlässigen oder weitere Jahre unschuldige Menschen mit Demenz im obersten Stock des Altersheims einsperren. Darum wollte man das Millionenprojekt Turnhalle als erstes durchziehen. Wenn dann irgendwann der Haushalt zu teuer wird, trägt die neue Mannschaft die Schuld und nicht die alten schlauen “Sparfüchse” die das auslösten.

Feuerwehr Depot 2025?

Die Feuerwehr plante und legte man zusammen – nicht zuletzt wegen der Aussicht auf ein neues Depot. Die Zusammenlegung forderte einiges an Tribut. Verständlicherweise machten da nicht alle Angehörigen der Feuerwehren aus Goldingen und Chappele mit und traten aus. Vor ca. 4 Jahren kam der Maulkorb von ganz oben: “Wir sprechen jetzt nicht mehr vom Depot!” war der Befehl. Das Depot lässt seither auf sich warten und plopp: Jetzt ist das Projekt wieder da. Seite 41 im Budget 2025. Zwar gibts nur bis 2024 40% Subventionsbeiträge vom Kanton und wir bauen es noch an einem unbekannten, ja beinahe geheimen Ort. Fest steht: Im Dorftreff steht das Depot wegen den vorgegebenen Einrück- und Einsatzzeiten am falschen Ort. Ein Standort in Bürg oder mitten in Neuhaus wäre perfekt. Dazu müsste man jedoch der Blöchlinger AG das freie Land in der Hinterwies zuweisen, damit man die Flughalle und das Büro/Wohnhaus der Blöchlingers zu einem Feuerwehrdepot (allenfalls mit Gemeindehaus?) machen könnte. Doch: Das Land wollen auch andere die einen grossen Fuhrpark haben. Das Blöchlinger dort schon rundherum ist, tut offensichtlich nichts zur Sache: Die Lobby haben andere.

Das Moratorium der Schulhaussanierung schlägt durch

Wer glaubt, dass auf der aktuellen Investitionsrechnung schon alle Renovationen im Konto «Bildung» aufgeführt sind, der irrt um etliche Millionen:

Das ewige Providurium des Schulhauses Kirchacker wurde ursprünglich für wenige Jahre gebaut. Die Offerten zwischen einer Container-Lösung und einem dauerhafteren Holzbau hatte nur eine Differenz von ca. Fr. 10’000. Man entschied sich [einmal mehr] für die günstige Variante. Das Billige wurde längst teurer: Heizkosten, Schimmelentfernung usw. Es gibt seitens Lehrerschaft schon lange die Idee, in der Turnhalle im Kirchacker die Kindergärten unter zu bringen und die Container aufzuheben. Stattdessen wird das Kirchacker für CHF 5.1 Mio. renoviert und das Containerproblem nicht gelöst. Schliesslich fragt man ja nicht die Betroffenen…

Das Schulhaus Kirchacker ist einer Energiestadt nicht würdig: Seit 45 Jahren Fenster ohne Gummidichtungen, statische Probleme, unisolierte Betonwände und seit 10 Jahren wurden Mängel im Brandschutz totgeschwiegen. Im Herbst 2019 legte ich dem GP nahe, im nächsten «Eschenbach Aktuell» endlich offen zu legen, dass auch Brandschutzdefizite bekannt seien. Mittlerweile gab’s ein Top Secret-Vorkonzept für 70’000 Stutz und man holt demnächst CHF 200’000 ab um den CHF 5.1 Mio. Kredit für die Renovation inkl. Provisorium zu stemmen. Ich ersuchte letzte Woche um Einblick in dieses Vorprojekt. Die Antwort der Gemeindeverwaltung: Ich müsse Antrag per ÖFFENTLICHKEITSGESETZ STELLEN! Sowas gibt es nur in Eschenbach: “Geheimdokumente” für eine Schulhaussanierung, obwohl man demnächst Kredite dafür beantragt. Das ist wirklich filmreif… Transparenz sieht anders aus. Genau aus solchen Gründen gibt es diesen Blog.

Die Schulraumbedarfsplanung ist übrigens noch nicht abgeschlossen. Man ist zwar dran, aber nach Auskunft des jetzigen Schulpräsidenten gäbe es kaum einen Mehrbedarf. Wer sich aber im Sommer 2020 mit den Angestellten unterhalten hat, erfährt ganz anderes. Sehr wohl gibt es pädagogisch begründeten, zusätzlichen Bedarf und dieser wurde auch angemeldet. Trotzdem renoviert man einfach den Status Quo, ohne pädagogische Überlegungen anzustellen und einen Mehrwert für das Lernen der Kinder zu schaffen. Als wäre das Kirchacker perfekt. Vielleicht gäbe es auch schon Synergien und gar Spareffekte für spätere Anbauten um das “Kühlelement” mit Betonfassade mit einem Glaskubus aus Gruppenräumen vorzuhängen. Oder es könnte die Turnhalle Kirchacker für die Kindergärten im Container umgenutzt werden, da die Turnhalle im Kirchacker durch die neue 3-fach-Turnhalle von der schule nicht mehr gebraucht wird. Doch Mitwirkung ist da fehl am Platz: Alles geheim. Einen Schulrat gibt es nicht mehr und die Infrastruktur ist nicht mehr Aufgabe der Geschäftsleitung der ESGO.

3.5 Mio. Dorfschulhaus-Sanierung oder neues Gemeindehaus im Dorfschulhaus

Sie lesen richtig: Es ist kein Geheimnis das öfters schon über ein Gemeindehaus im Dorfschulhaus nachgedacht wurde. Schliesslich kostet die Renovation CHF 3.5 Mio. (Gemäss Budget nach 2026). Die Umgebung und die Aussenanlagen im Schulhaus Dorf sind nur mässig und alles andere als kindgerecht. Warum nicht das Schulhaus als Gemeindehaus nutzen, statt CHF 316’000 pro Jahr im Ebnet zu mieten? Nur: Wo kommt dann der Schulraum hin? Was kostet eine Tiefgarage in diesem Gebiet? Der Witz dabei: Die Gemeinde wies ein Angebot ab, sozusagen “Gratis bis günstig” hinter dem Schulhaus Obergass eine Tiefgarage zu erhalten, die man hernach vergrössern könnte. Ein Bauherr hatte Erschliessungsprobleme im Dorfkern und hätte die Tiefgarage mitberappt. Da dieser aber nicht der hiesigen Baulobby angehört, wird er es ohnehin schwer haben.

Schulhausprovidurium II

Würde aus dem Schulhaus Dorf als Gemeindehaus genutzt, könnte es passieren, dass aus dem Bauprovisorium neben dem Schulhaus Kirchacker ein Providurium für das Dorfschulhaus würde. Warum baut man es nicht umgekehrt? Zuerst ein neues Schulhaus hinter dem Kirchacker, welches das Provisorium für den Umbau des Kirchackers bildet und danach als dauerhafte Alternative für die Schulhäuser Dorf und Obergass genügte? Dann wäre das Schulhaus Dorf frei um als Gemeindehaus zu dienen? Aus dem Obergass könnte auch ein MusikSchulhaus werden. Dazu wäre aber eine saubere Schulraum- und Liegenschaftsplanung nötig.

Ein Gemeindehaus im Lemo-Gebäude böte auch Synergien: Die Liegenschaft hat schon einige Male die Hand gewechselt. Bisweilen gab es kein Baugesuch für eine neue Nutzung. Würde die Gemeinde Eschenbach diese Liegenschaft erwerben und daraus ein Gemeindehaus zimmern, könnte man die Tiefgarage der Sporthalle untertags auslasten und müsste keine neue Tiefgarage im Obergass/Dorf erstellen. Man rechne: CHF 316’000 Miete pro Jahr kostet das Ebnet – damit könnte man viel Geld aufnehmen bzw. dessen Zinsen zahlen: Bei einer 1% satte 31.6 Mio!

Die Antwort auf obige Utopien ist übrigens ganz einfach: Die alte Mannschaft im Gemeinderat hat prophezeit, dass wir uns die Sporthalle ohne Probleme leisten können. Das ist sogar korrekt: Die Turnhalle ist keine direkte finanzielle Belastung. Die doppelbödigen Sparübungen die dazu nötig waren, werden nun aber zum Problem. Wir müssen jetzt und künftig für viele andere Infrastrukturprojekte/Liegenschaften tief ins Portemonnaie greifen und das alles zur gleichen Zeit. Schliesslich mussten wir zuvor 10 Jahre brav Rückstellungen für die Turnhalle erwirtschaften um diese vorzufinanzieren.

Da mit dem heutigen Steuerfuss nicht alles gleichzeitig realisierbar wäre, wird weiter “gespart” und geschwiegen. Langfristig käme es sehr viel günstiger, eine Gesamtschau nach obiger Abhandlung durchzugehen und alle “Baustellen” im Investitionsplan auf Seite 41 im Budget abzubilden. Kredite sind so günstig wie nie zuvor. Kirchacker und Gemeindehaus hat wegen den Kosten Priorität. Feuerwehrgebäude und ein Dementengerechter Umbau des EG im Altersheim hat aus Sozialen Gründen höchste Priorität.

Eine Gemeinde ist der beste Schuldner, die sich Pensionskassen, Banken oder Versicherungen wünschen können. Wir können uns echt etwas getrauen! Gerade jetzt!

Fazit: Ich habe nichts gegen die neue Turnhalle. Ich habe auch kein Problem mit einem höheren Steuerfuss. Vielmehr stehe dafür ein, dass wir unseren Kindern, unseren Pensionären und allen, die im Dienst der Verwaltung oder der Feuerwehr stehen, aber auch den Pensionären und besonders allen mit Demenz. Wir müssen in Eschenbach eine zeitgemässe Infrastruktur bereitstellen. Was ich hingegen nicht mag, sind Investitionspläne, die vieles unterschlagen und Behörden die einen mit Verweis auf das Öffentlichkeitsgesetz abwimmeln. Prinzipiell ist fast nichts “nicht öffentlich”. Zu lesen ist das HIER im Magazin des Anwaltsverbandes vom Kt. SG.

Offensichtlich wollen sie noch mehr, wenn sie so weit runterscrollen:

Wussten sie schon, dass es einen Pumptrack Churzhaslen geben wird? Im Budget ist dieser zwar nicht ersichtlich, aber versprochen wurde er dem Veloclub von einem “Gemeinderat, bisher” schon – Wahlversprechen haben eben eine lange Tradition in Eschenbach…

Abschuss von Platzhirschen

Wir alle kennen das: Wenn Männer im schwierigen Alter zwischen 2 und 80 angekommen sind, machen sie gerne auf sich aufmerksam. Die Spielzeuge werden dabei meist laufend grösser, teurer und vorallem: LAUTER!

Aufmerksamkeit wird mit Anerkennung verwechselt

Der Lärm durch manipulierte Auspuffanlagen an Töff’s und Autos nimmt massiv zu. Die Lärmliga hat eine Petition und ein Crowdfounding gegen diesen sinnlos produzierten Lärm auf der Strasse lanciert.

Bitte hilf mit

Unterschreibe die Petition hier:

https://act.campax.org/petitions/stopp-den-larmposern

Unterstütze JETZT die Petition. Es braucht nunmal ein paar Batzen um in der kurzen Zeit die Aufmerksamkeit für die nötigen Unterschriften zusammen zu kriegen: https://wemakeit.com/projects/musik-statt-laerm?locale=de

Warum ist das wichtig?

Es geht hier klar um die Bevölkerungsgesundheit und nicht das individuelle Recht und die Freiheit auf der Strasse: Übermässiger Lärm und hohe Lärmspitzen machen krank. An stark befahrenen Strassen ist das Risiko zu erkranken oder zu sterben etwa um 15 bis 20 Prozent erhöht. An den Folgen des Lärms sterben in der Schweiz jährlich 500 Menschen, Tausende erkranken an Herz-/Kreislaufstörungen und Diabetes. Die Kosten für die Behandlung der an Lärm Erkrankten tragen wir alle.

Die Schweiz ist dicht besiedelt. Lärmexzesse haben keinen Platz. Rücksichtnahme durch Vermeidung unnötigen Lärms ist angesagt. Es geht nicht um ein Verbot von Oldtimer-Fahrzeugen oder landwirtschaftlichen Maschinen, sondern um den Unsinn der mittlerweile in die Hälfte aller neu verkauften Motorräder und viele Coupes und SUV’s eingebaut wird: EXTRA Lärm!

Das Fahren im sportlichen Modus – mit geöffneten Auspuffklappen und/oder elektronischen Soundverstärkern – ist zu verbieten. Wer sich nicht daran hält, soll gebüsst und in krassen Fällen auch mit Ausweisentzug bestraft werden können. Die Lärmliga fordert, dass bald Lärmblitzer eingesetzt werden.

Die Lärmliga nimmt die Verkehrsverbände, die Fahrzeugindustrie und die sportlichen Lenker·innen beim Wort, wenn sie sagen, man könne mit einem Sportwagen oder einem schweren Motorrad «anständig» fahren. Darum sollen «Unanständige» bestraft und aus dem Verkehr gezogen werden können.