über mich – ganz privat

FullSizeRender (11)Nebenan steht mein Leitmotiv in allen Lebensbereichen

Ich bin Ivo Kuster (39). Bereits über mein halbes Leben darf ich mit meiner Partnerin teilen. Wir leben mit unseren 3 Kindern und teilen uns die Erwerbs- und Erziehungsarbeit. Durchschnittlich 3 Tage die Woche sind die Kinder mein Job. Praktischerweise sind beide Pädagogen – d.h. in keinster Weise, dass wir besser erziehen, dafür sehen wir schnell was der andere nach Lehrmeinung alles falsch macht;-)

Wir wohnen mitten im Dorf Eschenbach in unserem Eigenheim, welches wir in eigener Arbeit zum Minergiehaus renovieren und ohne Hypothek… bewohnen. D.h. “Ferien” kennen wir nicht – wir sagen diesen Wochen “Bauzeit”. Was vom Lohn übrig bleibt, wird ins Wohnen investiert. Ich bin Mitglied im Hausverein. Bis vor kurzem war ich auch jahrelang HEV Mitglied, musste aber mein Zugehörigkeit wegen der rechten Äusserungen des Verbandes zur Durchsetzungsinitiative als Statement zurückziehen. Mit mir taten das viele- obwohl gerade mal 8% der HEV Mitglieder linke sind ;-).

Ich arbeite bei der Gemeinde Schmerikon und leite dort als ausgebildeter Sozialarbeiter FH die offene Jugendarbeit. Dabei mag ich besonders die vielen Einblicke in verschiedenste Bevölkerungsschichten, die politischen Anteile meiner Arbeit aber vorallem auch die grosse Bandbreite meiner Aufgaben. Meine Partnerin arbeitet als Handarbeits-& Fächergruppenlehrkraft.

Selbstständig erwirtschafte ich nur noch einen kleinen Bruchteil  Jahreseinkommens. Zum einen sind das Beratungen von politischen Gemeinden zu Sozialen Themen. Zum anderen sind es Vorträge & Workshops zum Thema Medien & Internet mit Lehrern, Eltern, Menschen mit Behinderungen, Sozialpädagogen, Schüler_innen  von Primar bis Kantonsschule.  Ich beschäftige mich nun 14 Jahre beruflich mit den interessanten Auswirkungen von elektronischen Medien auf die Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt. Eines kann ich heute schon sagen: Was sich da in Bälde alles verändern kann, wird viele von uns ernsthaft herausfordern und einige sogar ruinieren oder reich machen. Das Netz kennt keine rechststaatlichen Grenzen. Die Gesetze sind nie so schnell wie die Veränderungen die via Netz über uns schwappen können. Das werden sehr spannende Jahrzehnte werden.

Militärisch bin ich noch ca. 13 Jahre – ausser eine Armeereform sieht das anders – Fachoffizier im Fachstab PPD im schönen Airolo. Dabei stehe ich AdA’s in schwierigen Dienst- & Lebenslagen zur Verfügung und übe eine beratende Funktion für Entscheidungsträger aus. Befehlen kann ich trotz Offiziersrang niemanden- das gefällt mir am besten. Das heisst ich muss überzeugen und bekomme auch stets den Spiegel von unten wie oben. Ich bin gegen Rüstung und Waffen und entsprechend leiste ich seit nach der RS nur noch waffenlosen Dienst. Dutzende Panzerfäuste, Richtspreng-ladungen, Handgranaten, Sprengschnüre und x 1000e Patronen habe ich eine RS lang vernichtet und weiss darum, dass diese Waffen bei weitem nur ein kleiner Teil der Soldaten für ihre Funktion in unserer modernen Armee wirklich braucht. Der Rest ist Rüstungsindustrieförderung, Nostalgie und Schützenverein-Quersubventionierung. Und vorallem ist dieses Giesskannen-Waffenverteilung brandgefährlich – als Sozialarbeiter muss ich auch beruflich immer wieder nach verfügbaren Waffen im Haus fragen um eine Risikoeinschätzung zu machen.  Dabei spielt die Armeepistole und das Stgw eine ganz gewichtige Rolle.

Privat engagiere ich mich in diversen Vereinen und Verbänden. Politisch liegt mir auch das Kommunale sehr am Herzen und entsprechend engagiere mich aktiv in der Gemeindepolitik.

Partizipation versus Politikverdrossenheit Vorallem das Thema Mitsprache und Partizipation zieht sich quer durch meine Engagements. Ich bin fix davon überzeugt, dass es Menschen besser geht, wenn sie Mitsprechen können bzw. das Gefühl haben dürfen, dass ihre Meinung zählt oder wenigstens was bewirken kann. Nur wer das spürt, engagiert sich auch. Entsprechend verstehe ich mich als Brückenbauer und nicht als Leitkuh. Politikverdrossenheit ist heute leider weit verbreitet. Dafür verurteile ich niemanden. Jedoch habe ich schon viele Stunden damit zugebracht, das Phänomen mit Menschen zu Diskutieren. Das vorläufige Zwischenstand meiner Erkenntnis: Verdrossenheit ist das Resultat von vielen komplexen Wechselwirkungen. Daran hat sowohl der Konsumismus und die Vielfalt der Lebensentwürfe auf der einen, aber bestimmt auch die Komplexität von Politik an sich und die Trägheit dieses Systems in der schnelllebigen Zeit zum Anderen seine Anteile daran. Dabei wir meist Vergessen, dass es nicht darum geht DAS ETWAS politisch gelöst wird, sondern WIE ETWAS gelöst wird. Der Konsens an und für sich ist die Hauptfunktion der Politik und nicht der Erlass, der Entscheid oder die Investition selbst.

Meine schulischen Abschlüsse sind Bachelor of Science in Social Work UAS Zurich, Erwachsenenbildner SVEB I, Zimmermann EFZ.

Geld. Ich habe den Anspruch zu besitzen was ich beanspruche und sonst revidiere ich meine Ansprüche. Ohne Schulden und Hypotheken. Zugegeben: Ich bin in der glücklichen Lage bzw. wurde so gefördert und getragen, dass ich daraus den sozioökonomischen Gewinn erzielen konnte, der dieses Privileg überhaupt erst ermöglicht. Im weiteren bin ich handwerklich geschickt und kann viele Dinge kostengünstig selber herstellen. DANKE, liebe Eltern & Familie, liebe LehrerInnen, Lehrmeister, Nachbarn, Freunde, Jungwacht & Blauring und all die anderen Stationen meines Lebens und Lernens.

Wahlkampfbudget. CHF 500 Fr. müssen reichen für meine KR-Wahlen, nächstes Mal im 2020 – der Rest ist Aufwand in Form von Arbeit. Meine Kandidatur ist ein Statement meiner Bereitschaft zur Übernahme an Verantwortung und nicht der Ausdruck meines Strebens nach höherem. Gewisse narzisstische Grundzüge hat jede_r der sich für ein Amt zur Verfügung stellt. Da nehm ich mich selbstverständlich nicht aus. Mein Gesicht am Strassenrand erspare ich Ihnen. Es geht um Politik für Sie und nicht für mich. Ich bin nicht ein Produkt das sie glücklich machen soll, sondern ein Mensch der sich für Menschen interessiert.

Biographische Besonderheiten, welche mich bestimmt beeinflussen: Die ersten 20 Jahre lebte ich über dem Buchladen meiner Familie in Eschenbach, die nächsten 12 über der Bibliothek in Amden. Heute befriedigt das Netz meinen unstillbaren Durst nach Lesestoff. Ich lese und verliere mich ständig in den untiefen von Texten, denke quer, schrill und rasch – mit allen Vor- und Nachteilen die das mitbringt. Das Schreiben selbst fällt mir jedoch oftmals schwer. Ebenso die Rechtschreibung. So mancher Text wurde von mir nie veröffentlicht, weil es mir beim Schreiben schlicht darum geht “Gedanken und Wissen zu ordnen” und nicht “meine Ansichten” in die Welt hinaus zu blasen. Für Menschen die öffentlich über “Wahrheiten” sprechen oder schreiben empfinde ich oftmals  Verachtung, bzw. kann nicht anders als -ganz der Sozi wie ich bin – nach Gründen zu suchen,  warum sie ihre Welt so vereinfachen wollen. Zudem scheint mir meine schriftlich verfasste Meinung letztlich immer zu eindimensional, denn all das was ich zwischen den Zeilen denke, würde jeden Text explodieren lassen. Dies wird sicher die grösste Herausforderung dieses Blog’s werden.

Ivo Kuster

Rickenstrasse 3

8733 Eschenbach

0786135802

quasiprivat@gmail.com  

(Falls sie sich Fragen: Ja! -Das ist tatsächlich seit 2004 meine ernstgemeinte Emailadresse. Seit Snowden wahrscheinlich für jedermann verständlich) 

2 Gedanken zu „über mich – ganz privat“

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