Tatütatü- Feuerwehrgebäude braucht Blaulichtfahrt!

Es ist soweit: Die erste Quittung für die bevorzugte Behandlung der Dreifachturnhalle gegenüber allen anderen Investitionen in der Gemeinde könnten wir schon bald kassieren. Denn: Seit Jahren war ein neues zentrales und zweckmässiges Feuerwehrgebäude auf der Prioritätenliste. Am Montag hat der  Kantonsrat Kürzungen diskutiert, die uns Millionen kosten könnten. 

Langes warten auf Priorität

Vor zwei Jahren staunten die Angehörigen der Feuerwehr anlässlich eines Rapports nicht schlecht: Man solle jetzt plötzlich nicht mehr über das Feuerwehrdepot reden. Das komme dann schon. Es stehe jetzt dringlicheres an. Nur hat man dabei nicht an den grössten Beitragszahler gedacht: Der Kanton St. Gallen welcher aus Steuerwettbewerbsgründen überall den Rotstift ansetzen will.

Der Kantonsrat schafft Beiträge ab

Am Montag 17.9.19 war das Thema “22.18.09 Gesetz über den Feuerschutz” auf der Tagesordnung (hier gehts zu den Unterlagen des KR). Darin enthalten unter anderem auch der Antrag der vorberatenden Kommission. Diese sieht vor, dass nur noch 5 Jahre Beiträge an Feuerwehrstützpunkte ausgerichtet werden. Immerhin machen solche Beiträge rund 40% der Gesamtkosten aus. D.h. mit anderen Worten: Wenn wir jetzt nicht ganz rasch unsere Aufmerksamkeit auf den Feuerwehrstützpunkt lenken, wird’s vielleicht so richtig teuer!

Brandschutzbeiträge haben die selben Vorzeichen

Nicht viel anders sieht es bei den Brandschutzvorschriften aus. In Eschenbach gibt es gemeindeeigenen Liegenschaften (z.B. im Schulhaus meines Kindes im untersten Stock) bei denen Handlungsbedarf aus Kostengründen im Gemeinderat abgewürgt werden. Die Statik ist auch zu schwach. Das ist zwar buchstäblich brandgefährlich aber nunmal eine Realität. Während im Kantonsrat am Montag beinahe eine Stunde lang darüber gestritten wurde  was denn nun “Verhältnissmässigkeit” bei Brandschutzvorschriften sei, ist man sich in Eschenbachs Gemeinderat bereits einig: Was den Steuerfuss während des Baus der Dreifachturnhalle erhöhen könnte, ist nicht verhältnismässig. Nur: Der sparwütige rechtsbürgerliche Kantonsrat hat in diesem Bereich ebenfalls Beitragskürzungen vor und wird diese – wenn die Bürger*innen weiterhin so wählen – auch durchbringen. Ungeachtet dessen, was in jenen Gemeinden passiert, welche sich in den letzten Jahren nicht darum kümmern wollten.

….und in Eschenbach kennt man nur den ungefähren Standort

Eschenbach steht alleine da. Uznach-Schmerikon, Gommiswald, RJ, ja beinahe das ganze Linthgebiet hat bereits ihre Stützpunkte erneuert oder steht in der Planung. In Eschenbach geht immer mal das Gerücht um, dass im Gebiet Twirren bzw. neben Kuster und Schwegler das neue Depot hinkommen könnte. Der Blick in die Zonenpläne zeigt in diesem Fall aber eine Hauruckübung. Denn: Das ist Landwirtschaftszone. Das braucht viel Vorlauf. Ohnehin: Der Standort muss vorallem aus Blickwinkel der Einsatzzeiten und Verkehrslage festgelegt werden. Das ist das wichtigste Kriterium!

…und das Gemeindehaus – warum nicht oben drauf?

Eschenbach hat noch weitere Ausgaben, die keine andere Gemeinde hat: Über CHF 312’000 zahlt die Gemeinde Miete für ihre Verwaltungsbüros. Warum stellt man nicht wie in Gommiswald und vielen anderen Orten ein eigenes Gemeindehaus auf das Feuerwehrdepot? Dann wäre auch die ehemalige Eibert Fabrik auch ein Thema… usw.

Fazit: Mit Blick nach St. Gallen müsste es jetzt mit der Feuerwehr schnell gehen. Steuerfuss hin oder her- langfristig gesehen lohnt es sich JETZT DRINGEND EIN FEUERWEHRSTÜTZPUNKT -PROJEKT ZUM FLIEGEN ZU BRINGEN.  Sonst kommt uns die Sache teuer zu stehen. 

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