PARKing Day ’19: Ortskerne mal quergedacht

Mitten im rein funktionalen und absolut unschönen lärmigen Dorfzentrum gibt es anlässlich des PARKingDay ’19 ein PopUp Micropark mitten auf dem Sternenparkplatz in  Eschenbach. Uns  geht es darum, die Öffentlichkeit und die Politik auf drei zentrale Themen aufmerksam zu machen. Hier  finden sie weitere Bilder von der Installation auf dem Sternenplatz und den umliegenden Troittoirs.

  1. Biodiversität statt Steingärten, grüne Wüsten (Rasenflächen) und Teerflächen.

Jeder kann seinen Beitrag leisten: Ob als Hausbesitzer*in, Stockwerkeigentümer*in, als Hobbygärtner*in, Sportler*in, Konsument*in – ob im Gemeinderat oder als Bürger*in: Die Biodiversität braucht Förderung. Jedes Stück Asphalt heizt die Temperatur im Siedlungsgebiet auf, führt zu Versiegelung und Veränderung von Wasserläufen usw. Asphalt schluckt kein CO2 – Teer potenziert den C02 und NOX Ausstoss und unser Klima! Wir brauchen buntes Grün statt Steingärten, Teer oder grüne tote Wüsten die nur mit Dünger und Rasensprenger “Natur” vorgaukeln.

  1. Ortskerne müssen aus Fussgängeroptik gedacht werden und nicht nur für Autofahrer.

In Eschenbach sind auch Jahre nach der Eröffnung der A53 Lärm, Abgase, Erschütterungen und Gefahr in Form von Autos und Schwerverkehr Alltag. In St. Gallenkappel ist das Mass der Erträglichkeit bei weitem überschritten. Ortskerne dürfen nicht nur der Motorverkehrsabwicklung dienen. Ortskerne sind Begegnungsraum. Ortskerne sind vorallem auch Lebenswelten für Kinder, Senioren, Familien.

Die “Landluft in Stadtnähe” wird z.b. kaum mit 24202 LKW’s für eine Deponie in Ermenswil verbessert. Business kann nie so wichtig sein wie Lebensqualität. 

Ortskerne sind Orte wo man sich unterhalten können muss. Orte wo es Bänkli braucht. Orte wo man sich auch drausssen Zuhause fühlt – sprich: Orte der Heimat. 

  1. Strassen verbinden – Strassen trennen! Nur sichere und ruhige Verkehrsräume garantieren Lebensqualität und Raum für Begegnungen.

Strassen entscheiden über Lebenswelten. Aktuell sollen in Eschenbach mehrere Fussgängerstreifen verschoben oder aufgehoben werden. Viele Anpassungen davon sind nicht zu letzt aus verpasster Planung im Vorfeld von Neubauten nötig geworden. Nur: 60m mehr Fussweg sind bereits eine Minute Gehdistanz. D.h. wenn z.b. ein*e Rentner*in 250m weiter laufen muss um einkaufen zu gehen, kann sie diesen Weg “unter die Leute” vielleicht nicht mehr auf sich nehmen. In Goldingen, Eschenbach Ermenswil und St. Gallenkappel fehlen an etlichen Orten sichere Schulwege und andere Voraussetzungen Fussgängerfreundlichkeit. Seit 2015 gibt es eine Bericht “Gemeinde Bewegt – Eschenbach” umgesetzt wurde wenig. Seit 2003 wären flankierende Massnahmen für die A53 um zu setzen. Geradezu exemplarisch ist der Sternenplatzumbau mit Einsprachen blockiert, welche mit sicheren Fussgängerlösungen zurückgezogen würden. Die Zeitung wie auch dieser Blog berichtete mehrfach darüber. Es müssen Taten folgen.

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