Offener Brief zum Sonnenfeld – dem Deponie Monopol

 

Die Deponie Sonnenfeld –  Ein Monopol mit politischem Segen?  

Geschätzter Gemeindepräsident

Geschätzte Gemeinderät*innen

In der jüngsten Beobachterausgabe bringt es der Natur & Umwelt Journalist Bütler auf den Punkt, worum es bei Deponieplanungen geht: “Ein Sechser im Lotto”. Letztlich geht es um die Schaffung einer Monopolstellung, oft begleitet von Gehilfenschaft und wirtschaftsfreundlichen Argumentationen aus politischen Gremien. 

Freiheit ist immer zweischneidig 

Die Freiheit eines Unternehmers gegen jeden Widerstand und Unmut aus der Bevölkerung etwas tun zu dürfen, geht im Fall Sonnenfeld Ermenswil klar zu lasten der Freiheit aller Mitbewerber in der grösseren Region und der Freiheit der Menschen die in ihrem Dorf wohnen. Lebensqualität, Natur & Wald hat keine Lobby – Aber immer Menschen die sie verwalten oder über sie verfügen wollen. 

Entsorgung gehört in staatliche Hand. Alles andere ist Marktverzerrung. 

Nur regional oder kantonal geführte Inertstoffdeponien sorgen für faire Marktbedingungen, sinnvolle Anlieferungsperimeter und kontrollierte Mengenbeschränkung. Wenn die Deponie tatsächlich für uns und die Region realisiert würde, reichten kleinere Dimensionen. Schon heute bestehen DeponieErweiterungsgesuche des Betreibers für’s Sonnenfeld – eine Neverending Story ist geplant.

Der Gemeinderat entscheidet und niemand anders

Sie haben es in der Hand: FÜR das Geschäft einer bereits sehr mächtigen Firma und der einflussreichen Grundbesitzerin Ortsgemeinde Rappi Jona und damit GEGEN die Bevölkerung, gegen die Natur und gegen die Lebensqualität von Eschenbach, Wagen, Rüti. 24202 LKW’s pro Jahr sollen mind. 30 Jahre lang die 250 Mio teure Umfahrung A53 maximal torpedieren und die Dörfer belasten.    

Ich zitiere den Leiter Abfall & Rohstoffe vom kantonalen Amt für Umwelt am Tag der offenen Kiesgrube; Tensing Gammeter: “Letztlich entscheidet immer der Gemeinderat über einen Standort (..) wenn die Gemeinde nicht will, gibt es keine Deponie”. Der Ball liegt ganz offensichtlich bei Ihnen. 

Ich wünsche Ihnen eine gute Lektüre beim angehängten Artikel / Link sowie Einsicht mit Weitsicht.

Freundlichst 

Ivo Kuster

 

Hier gehts zum hervorragenden Artikel von Daniel Buetler im Beobachter vom 6. Dezember 2019 / Ausgabe Nr 25 / Seite 14:

https://www.beobachter.ch/umwelt/lukratives-geschaft-mit-bauabfall-eine-deponie-ist-wie-ein-sechser-im-lotto

 

 

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