Corona in Eschenbach: Ein paar Tools für Menschlichkeit und Verantwortung

Viele schauen, viele reden, einige wollen, wenige tun. Das ist unser aller Alltag. Um allfällige Nachbarschaftshilfe auf zu bauen, habe ich ein paar Tools bereit gestellt. Ich geh nicht davon aus, dass es Alle braucht. Jedoch ist jetzt mal einiges für Eschenbach aufgebaut. Hier ein paar kurze Erklärungen.

Hilfe wenn immer lokal und NACHBARSCHAFTLICH organisieren

Für dies eignet sich in Mietblocks / Anschlagkästen / Quartiermauern vielleicht eines der folgenden Flugblätter. Es gibt eine Version “Deutsch” und eine “Internationale”. Beide sind ähnlich aufgebaut: Man kann sie anklicken, ausdrucken, seine Angaben handschriftlich einfügen und danach aufhängen oder in BK’s einwerfen. Grundsätzlich gehts aber noch viel einfacher: Klingel doch einfach ab und zu bei deinen Nachbarn, frag ob alles ok sei und tauscht die Nummern aus. Vor 20 Jahren war das noch Alltag. Damals hatten die EFH auch noch keine Mauern zum Nachbargrundstück!

Flugblätter zum downloaden:

Deutsche Version

Internationale Version

 

Vollmacht für Rezepte, Medikamente und Dokumente

 

Community Organizing – Falls Corona weitere Kreise zieht, könnten z.B.  Whatsappgruppen Helfer*innen und Bedürftige zusammen bringen

Es wird sie vielleicht nie brauchen, organisieren muss man das aber JETZT! Ich habe eine Whatsappgruppe “Corona:SPontaneHilfeEschi” gegründet und diese auf der Plattform https://www.hilf-jetzt.ch/ eingetragen. Dort können sich Menschen melden, die unkompliziert vielleicht das Eine oder Andere für Menschen in ihrer Umgebung tun könnten.  Dazu braucht es viele Mitglieder, auf welche man bei Bedarf zugreifen könnte. Ich geh davon aus, dass in den kommenden Tagen gute weitere Tools ausgearbeitet werden, welche ich allenfalls hinzufüge. Sollten dann Anfragen/Bedürftige über verschiedene Kanäle reinkommen, kann man sie dann wunderbar chaotisch, aber mit wenig Klicks weiterreichen. Wer der Gruppe beitrit, bitte ich nichts zu “posten” was nicht wichtig ist!  Am besten einfach dein Vor&Name/Quartier oder Weiler beim Eintritt psoten und danach: “Psst!”.

Die Whatsappgruppe “Corona:SPontaneHilfeEschi” für unkomplizierte Helfer*innen findest du hier:

https://bit.ly/3d16j16

Sollten sich sehr viele melden, werden weitere Gruppen gegründet. Vorläufig wird in diesen Gruppen nicht viel laufen ausser eine tägliche Statusmeldung. Es geht ja mehr darum, diese jederzeit nutzen zu können, falls sich Bedürftige meldeten.  

 

Sei kein asoziales A**** und kauf nicht anderen die Dinge Weg 

Grundsätzlich ist davon aus zu gehen, dass die Geschichte zig mal glimpflicher ausgeht, als die leeren Tiefkühlregale im Supermarkt uns weiss machen. Es gibt einfach einige Idioten und Egoisten, die räumen jetzt die Regale und kaufen abstrus die Drogerien leer. Die Hamsterkäufe von Schweizern und Österreichern waren nebst wirtschaftlichen Interessen der Hauptgründe für die Schliessung der deutschen Grenze. Trotzdem gibt es vielleicht kleine organisatorische Dinge, die alsdann für gefährdete und ängstliche Personen komplexer werden könnten. Vor allem dann, wenn tatsächlich weitere Verschärfungen von Massnahmen  gesprochen würden, werden auch die gut organisierten Strukturen schnell an ihre Grenzen kommen bzw. sich sicher nicht um die Kleinigkeiten des Alltags kümmern können.

Die Behörden /Krisenstäbe haben viel zu tun und sollten sich nicht um Kleinmist kümmern müssen, wo vor 30 Jahren noch jeder in der Nachbarschaft hätte lösen können, bzw. bei sich im Haus gehabt hat. In einem Dorf voller egoistischer “Einfamilienhaus-Idylle-unter-der-Glasglocke” funktioniert ja bereits die politische Mitsprache nicht mehr. Darum braucht ein wenig organisiertes Networking. ERGO: Engagier dich oder halt die Schnauze, wenn andere das tun!

Wir haben ein wunderschön buntes und durchmischtes Land.  Jetzt wäre eine super Gelegenheit, auch mal an jenen zu helfen, die nicht einfach “Homeoffice” machen können. Jenen die für uns die Regale füllen, alles reinigen, in der Nacht arbeiten, die Grundversorgung und die Medizin sicherstellen oder jene Familien zu stützen, wo schlicht SIE und ER ackern müssen, damit es bis Ende Monat reicht.

Jene die ab sofort nur noch Ausflugspläne schmieden, gar Hotels buchen und sowieso das ganze Jahr nur als Gesprächsthema die nächsten oder letzten Ferien im Repertoir haben, habe ich schon lange satt!

Jetzt wäre genau für jene die Zeit gekommen, sich mal denen an zu nehmen, die jede Arbeit annehmen müssen. Der Eine oder Andere Workingpoor wird mit Kurzarbeit nicht über die Runden kommen. Wer keine Zeit für das unterste Drittel der Bevölkerung hat, der hat wenigstens Geld. Seid grosszügig mit Trinkgeld in den Gaststätten und gebt jenen was, die jetzt endgültig Geldsorgen haben.  

In diesem Sinne: Packen wir’s an. Grundsätzlich gilt immer: Alleine die tiefe ÜBERZEUGUNG VON EINER KRANKHEIT KEINE ANGST ZU HABEN,  ergibt schon mal ca. 50% mehr Abwehrkräfte im Immunsystem. Wer zuviel Kummer und Angst hat, hat per Logik die tiefere Resilienz.

Auf eine gute Zusammenarbeit! Bitte teile diesen Blogbeitrag.

Ivo Kuster, 0786135802

 

 

 

 

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