Coiffeur*innen, Wirte, Geschäftsmieter – WEHRT EUCH GEMEINSAM!

(…und schaut genau wen ihr wählt! )

Geschäftsmieter konnten während der Coronakrise ohne eigenes Verschulden ihrer Tätigkeit nicht nachgehen – Anbei eine Anleitung und Auslegung des Mieterverbands, weshalb Geschäftsmieter Mieten nicht voll zahlen sollen müssten!

Der Mieterverband hat nach der riesen Schweinerei im Parlament vom 30. November 20- angezettelt von FDP und SVP und mit LastSecond Schützenhilfe der CVP – sofort reagiert. Als endgültig klar wurde, dass “Bürgerliche” all die Geschäftsmieter im Regen stehen lassen und den Grundsatz beschlossen, dass Vermieter keine Anteile an der Krise tragen sollen, hat der Mieterverband folgendes aufgearbeitet:

Anleitung des Mieterverbands

“Bekanntlich wurde das Covid-19-Geschäftsmietegesetz vom Parlament abgelehnt. Damit wurde eine politische Lösung für die Geschäftsraummieten endgültig versenkt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass für Geschäftsraummieter*innen, die während des Lockdowns ihre Geschäfte ganz oder teilweise schliessen mussten, nichts mehr getan werden kann. Hier ein paar nützliche Tipps für betroffene Geschäftsraummieter*innen. ” Ich rate allen Geschäftsmieter sich an den Mieterverband zu wenden. Auf der Webpage finden Sie ein Rechtsgutachten und Kontaktangaben. (https://www.mieterverband.ch/mv/politik-positionen/news/2020/Geschaeftsraummieten-wie-weiter.html)

Schöne Worte an Wirtedemo aber gegen Geschäftsmieter abstimmen…

SRF Beitrag: https://www.srf.ch/news/schweiz/kein-mieterlass-wegen-corona-die-hauseigentuemer-haben-sich-einmal-mehr-durchgesetzt

Von Bundehaus bis in die kantonalen Parlamente: Es regiert das Kapital! Bemerkenswert sind dann z.B. Typen wie der SG Nationalrat Paganini. Hier seine Rede von der Gastro St. Gallen Demo 22.12.20: “Alle betroffenen Branchen erwarten kein Mitleid, sondern Hilfe, Solidarität und Empathie!” verschweigt aber eiskalt, dass er selber einer der entscheidenden Umschwenker war, welche genau drei Wochen zuvor am 30.11.2020 zum hauchdünnen Ausgang  die Ablehnung einer Entlastung für Geschäftsmieter in letzter Minute beitrug! Das ist einfach unglaublich und gehört endlich thematisiert! Auch NR Mike Egger schwingte vor der Gastro eine grosse Rede. NR Egger hat sogar schon von Anfang an gegen den Geschäftsmieterlass im Mai 2020 gestimmt! Wer nach oben will, muss wohl dem Geld dienen und nicht den Wähler*innen! Hochgelobte Selbstverantwortung ist das Gegenteil von Solidarität.

Warum nicht umgekehrt – Härtefallfonds für Immobilienbesitzer?

Seien wir mal ehrlich. Wenn ein Vermieter es sich nicht leisten kann, auf 2 oder 3 Monatsmieten zu verzichten, dann stimmt doch etwas nicht. Ich gehe jede Wette ein, dass wenn man einen Fond bereit gestellt hätte, aus dem Vermieter sich hätten bedienen können, wenn sie nachweislich auf die Mieteinnahmen dringendst angewiesen wären, dann hätte es kaum Bezüger gegeben. Ein Jahr nach der Krise steht schon fest, dass die neuen Gewinner mehrheitlich die alten Gewinner sind. In der Krise gilt: Wer hat, dem wird gegeben.

Heimliche Mieterlasse gab es zu hauf – fragen Sie nach!

Von zahlreichen Leuten wurde ich kontaktiert, dass auch ihre Vermieter*in ihnen bei der Miete entgegenkam. Ich bin auch überzeugt, dass viel mehr Vermieter*innen dies taten, als öffentlich bekannt ist. Die einen hängten es aus Bescheidenheit nicht an die grosse Glocke und mittelgrosse Immobuden machten das leise unter Stillschweigen, damit dann nicht alle ihre Mieter kamen. Die ganz Grossen machten dies wohl kaum.

Das heisst für Sie als Mieter: Nehmen sie den Hörer in die Hand und klappern sie andere Mieter ab. In einem Land wo der Immo-Besitz und das Geld immer mehr in eine Ecke drängt, ist nun auch unten Networking angesagt!

Werden sie Mitglied beim Mieterverband oder informieren sie sich darüber – Die Krise ist noch lange nicht vorbei. Wenn jene die wirklich arbeiten mehr zusammenschaffen, bekommen sie auch mehr Gewicht. https://www.mieterverband.ch/mv.html

Ivo Kuster – ivo.kuster@protonmail.ch – 0786135802

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