Der Bauverwalter nimmt der Hut und der GP versucht damit vom eigentlichen Problem abzulenken. Das Jobprofil der Verwaltungsabteilung „Bau & Infrastruktur“ ist und bleibt eine „Mission Impossible“. d.h. Gleichzeitig hat man mit der Zusammenlegung genau vor einem Jahr eine eigentlich unersetzliche Stelle geschaffen. Das rächt sich nun. Eine Spurensuche „unter dem Teppich“ der Chefetage.
Mai 2025: Neue „Chefstelle“ über 3 Leiter und insgesamt gerademal 6 Mitarbeiter

Tja – es kam wie es kommen musste: Ausser der Tatsache, dass die Lohn- und Benefitforderungen (2 Tage Homeoffice für den Leiter) damit vielleicht etwas gerechtfertigter erschienen, hat sich das grundsätzliche Problem nicht gelöst. Wer meint, dass ineinander verflochtene Stellen besser miteinander koordinieren und korrespondieren, indem man einfach einer drei Bereichsleiter den anderen beiden vornehin stellt, der irrt gewaltig. Eigentlich war so nur garantiert, dass am Schluss die Strassen sich den Bauprojekten anzupassen haben und nicht umgekehrt: Der Bereichsleiter Strassen hatte ja nun einen Chef, der vorher schon Bewilligungen für Bauprojekte rausliess, welche den eigentlichen Erschliessungsauflagen der Strassen nicht genügten.
Bauauflagen je nach Gusto – Zahnlose Baukommission & Gemeinderat
Da der Gemeinderat in Eschenbach in Baubewilligungen beinahe nichts zu melden hat, wäre es um so wichtiger, dass die Baukommission sehr gewissenhaft schafft. Kann sie aber nicht. Denn: Das Problem entsteht schon vor der Auflage: Man könnte manchmal fast meinen, es gebe entweder unglaubliche Zufälle oder sehr, sehr, sehr oberflächliche Vorprüfungen. Aufgelegt werden teilweise absolut defizitäre und auf den ersten Blick nicht vollständige Dossiers. Das führt logischerweise zu Einsprachen und dies wiederum zu Leerläufen am Laufmeter*. Bis die Baukommission in Eschenbach zum ersten mal von einem Projekt zur Kenntnis nimmt und Pläne sieht, ist die Bauauflage schon durch und die Einsprachen sind eingegangen. Dass der ganze „Bluest“ garnie hätte aufgelegt werden dürfen, gegen geltendes Recht verstösst usw. wird offensichtlich entweder nicht gewürdigt oder nicht bemerkt. So kommt was kommen muss: Rekurs beim Baudepartement des KT. SG. mit regelmässigen Bomerangeffekt: Der Entscheid wird vom Kanton aufgehoben und das Projekt muss neu aufgelegt werden. Zwei Jahre verloren. Geld verstritten. Behörden beschäftigt. Obwohl alles vom Schiff aus nie hätte aufgelegt werden dürfen. Ich hab schon Dossiers gesehen, die nach 3 Minuten Durchsicht bereits grobe Mängel aufwiesen oder schlicht unvollständig waren.
Baukommission falsch konstruiert
Die Baukommission ist sozusagen höher als der Gemeinderat. Der GR wählt nur die handverlesen vorsortierten „Kandidaten“ welche sich der Gemeindeschreiber und der GP aussuchen können. Danach hat der GR nichts mehr zu melden. Das ist im Kanton St. Gallen eine ziemliche einmalige Sache! Eschenbach hat ein einmaliges Baureglement.
https://www.eschenbach.ch/_docn/3563692/Baureglement_per_1.9.2019.pdf

Der Alleingang des Gemeindepräsidenten
Das Konstrukt Bauko / GR und „Bauverwalter mit drei Hüten“ öffnet Tür und Tor für Allmacht des Gemeindepräsidenten. Schliesslich präsidiert er die BauKo wie den Gemeinderat und ist lohnbestimmend bei der Baubverwaltung. Und so erstaunt es auch nicht wie er diese Woche das Personal über den Abgang informierte.
Offensichtlich hat der GP nicht das Gefühl, dass es irgendwie das Thema des gesamten Gemeinderats wäre, hier mal über die Bücher zu gehen. Er informiert kurzerhand, „Ich werde in den nächsten Tagen festlegen in welcher Form seine Nachfolge definiert wird“. Als Begründung für den Abgang nennt er ,dass der Bauverwalter „deutlich näher an seinem Wohnort (…) eine neue berufliche Herausforderung annehmen“ wird.

Die ehrliche Version hätte etwa so gelautet
Wie man verschiedentlich aus der Presse und an Versammlungen mitbekommen konnte, haben wir in der Bauverwaltung bzw. im Bauwesen einige Problemen. Vor diesem Hintergrund ist nachvollziehbar, dass sich Peter Muster einen neuen Arbeitspaltz suchte. Die Zusammenlegung der Abteilungen Liegenschaften, Strassen und Bauverwaltung muss überdacht werden.
Der Gemeinderat wird sich in den kommenden Wochen intensiv mit dem Bauwesen und deren Strukturen in der Verwaltung aber auch in der Exekutive auseinandersetzen müssen und uns dabei auch beraten lassen. Wir werden euch informieren, sobald wir über das weitere Vorgehen berichten können.
Ich danke allen Mitarbeitenden für ihren Einsatz aber auch eure Geduld mit der Bevölkerung aber auch der Politik.
FAZIT: Ruhe gibt es im Bauwesen nur wenn die GPK und der GR grundsätzlich eine Auslegeordnung vornehmen. Statt einfach einen neuen Bauverwalter zu suchen muss man
- eine Taskforce Bauwesen einsetzen
- 2-3 Externe Expert:innen, welche die hängigen Fälle aufräumen
- 2 neue Mitarbeiter einstellen, welche parallel zum Aufräumen der die neuen Baudossiers bearbeiten
- Das Organigram wieder auf Stand 2025 zurücksetzen
- die Baukommission entweder von der Bürgerschaft wählen – oder zur reinen Kommission degradieren, welche dem Gemeinderat Anträge schreiben kann
- Die Baukommission frühzeitig und umfassend über Dossiers informieren – inklusive VOLLZUGRIFF auf alle Dokumenten und Pläne für BauKo und GR Mitglieder VOR deren Sitzungen.
*Und das nicht erst seit der neuen Verwaltung sondern nachweislich seit über 20Jahren. Es gibt kaum einen Überbauungsplan, der eingehalten wurde. Vom Büel über Horeb, Binzen, Twirren, Büel bis an die Glärnischstrasse: Erschliessungsprobleme und zahlreiche Dinge, welche nie kontrolliert wurden. Dasselbe bei Neubauten an der Bürgstrasse in Neuhaus: Nigelnagel Neue MFH ohne rechtsgültige Erschliessung. Ebenso wurde schon mehrfach „öffentlich“ dass es diverse Versäumnisse gibt z.b. anlässlich der Bürgerversammlung 1.12.2022 oder diverse Male via Zeitung darüber berichtet (Deponie Sonnenfeld, Waldegg, Atzmännig, Goldingen Villa Schlossbüel usw).
Die aktuellste Liste ist hier zu finden:








